Gedanken
Durch meine Haltung gebe ich anderen Sicherheit. Dazu muss ich meine Haltung deutlich machen. Dazu muss ich leuchten. Ist es ausreichend nur zu leuchten, nur sichtbar zu sein? Muss ich nicht laut werden, Artikel schreiben, Reden halten, demonstrieren gehen, damit keine Waffen in Kriegsgebiete geliefert werden, mich auf der Straße festkleben und immer wieder dafür einstehen, kämpfen für Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden? Wie geht leuchten? Und reicht es zu leuchten, wenn die Dunkelheit sich ausbreitet, wenn Sturm aufzieht oder die Zerstörung unter den Ohnmächtigen tobt? – Gerade dann ist es wichtig zu leuchten! Wo bleiben die Rechte des Menschen im Krieg? Die Würde des Menschen ist unantastbar – solange er oder sie oder es lebt. Es gilt also, das Leben zu schützen. Das ist die Haltung der Schrift, der Heiligen. Und diese Haltung geht weit über das Leben des Menschen hinaus. Hier geht es auch um das Leben des Wassers, das Leben der Luft, das Leben der Erde. Es kann hilfreich sein, immer wieder in die Heilige Schrift zu schauen, am besten täglich, weil es so schwierig ist, sich diese Haltung zu bewahren, wenn Medien etwas anderes predigen und Politiker etwas anderes tun, wenn Vertrautes zerbricht. Festhalten am Wort des Lebens – das ist, was leuchtet. Oder?
Astrid Archinal, Pädagog. Akademie Elisabethenstift, Darmstadt
Lied „Sicher nicht – oder?“
4. Lass uns aufrecht steh´n, Heil und Hoffnung seh´n.
So woll´n wir nach Frieden suchen,
glauben, hoffen statt verfluchen.
Alles Dunkel bricht in der Liebe Licht.
5. Jesu, geh voran, ich folg, wie ich kann.
Du zeigst uns den Weg des Lebens,
keine Gnade ist vergebens.
Sind auch Stimmen viel: Frieden bleibt das Ziel.
Melodie: Jesu, geh voran.
Text: Tobias Petzoldt nach EG 391 und 1.Thess.5, tvd-Verlag, Düsseldorf 2023
Gebet
Unserer Fürbitte bringen wir vor Gott. Jede Bitte endet mit dem gemeinsamen Ruf: Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.
Gott, aus deinem Frieden leben wir. Ganz sicher.
Lass uns das nicht vergessen in unsicheren Zeiten.
Wir bitten für alle, denen das sichere Haus zerstört wurde, denen der Frieden geraubt ist.
Gemeinsam rufen wir:
Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.
Wir sehnen uns nach gerechtem Frieden in der Welt,
in unserer Gesellschaft,
in der Nachbarschaft,
in den Kirchen
und nach Frieden in uns selbst.
Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens,
Schritt für Schritt und immer wieder
mit Mut zum ersten Schritt.
Gemeinsam rufen wir:
Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.
In der Stille bitten wir ...
Gemeinsam rufen wir:
Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.
Gemeinsam beten wir:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Lied "Bewahre uns, Gott"
Bewahre uns, Gott,
behüte uns, Gott,
sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen.
Text: Bewahre uns, Gott EG 171,
Melodie: Anders Ruuth, Text: Eugen Eckert, Strube Verlag, 1985
Segen
Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.