Die Andacht des heutigen Tages
Begrüßung
Schalom – Friede – Salam: Im Namen des dreieinigen Gottes sind wir beisammen.
Wir halten inne.
Wir schauen auf das, was uns sorgt.
Wir schauen auf das, was wir hoffen.
Wir schauen auf Gott.
Psalm 121
Wir beten mit Worten des 121. Psalms:
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, der Hüter Israels
schläft noch schlummert nicht.
Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.
Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit!
Lied „Sicher nicht – oder?“
1. Jesu, geh voran, auf der Lebensbahn.
Weise du uns durch die Tage
wie komplex auch scheint die Lage.
Dass man sicher sei: du bist mit dabei.
2. Zu Gott bitten wir: Frieden gib uns hier.
So viel Angst, Zorn, Hass und Leiden
sehen wir in diesen Zeiten.
Sind wir ohne dich, sind wir sicher nicht.
3. Mach uns stark und wach gegen Ungemach.
Mögest du, Gott, uns erlösen
Von lethargisch trägem Dösen.
Alles gleichgültig? Vor dir sicher nicht!
Melodie: Jesu, geh voran.
Text: Tobias Petzoldt nach EG 391 und 1.Thess.5, tvd-Verlag, Düsseldorf 2023
Lesung
2. Könige 7, 3 – 5
Am Eingang des Tores saßen vier Männer mit Aussatz. Die sprachen untereinander: »Sollen wir hier sitzen bleiben, bis wir sterben? Wenn wir uns entschließen, in die Stadt zu gehen, werden wir dort sterben – wegen der Hungersnot. Wenn wir aber hierbleiben, müssen wir auch sterben. Also lasst uns zu den Aramäern überlaufen und in ihr Lager gehen. Wenn sie uns am Leben lassen, überleben wir. Wenn sie uns töten, so sind wir tot.« In der Dämmerung machten sie sich auf, um in das Lager der Aramäer zu gehen. Als sie aber an den Rand des Lagers kamen, war dort niemand mehr.