Gedanken

In der aktuellen politischen Entwicklung ist zu hören, dass wir ohne Waffen, ohne Aufrüstung und ohne Handelsschranken nicht sicher seien. Dafür werden Milliardenbeträge investiert, die anderswo, etwa in den Schulen, in den Krankenhäusern, in den armen Ländern, fehlen. Führen diese Ausgaben wirklich zu mehr Sicherheit oder bedarf es nicht ganz anderer Rahmenbedingungen, um Sicherheit zu erreichen? Bei Jesaja ist Gerechtigkeit das Schlüsselwort. Das Wort Gerechtigkeit erweckt in mir Vorstellungen von gerechtem Miteinander, beispielsweise faire Handelsbeziehungen zwischen den Ländern des globalen Südens und den wohlhabenden Nationen, faire Erzeugerpreise für die Landwirtinnen und Landwirte sowie faire Löhne für die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Billiglohnländern und die Paketdienstzusteller bei uns. Dazu gehört auch ein gerechter Ausgleich für die Folgeschäden des Klimawandels zwischen den Industrienationen und den hauptsächlich vom Klimawandel betroffenen Regionen in Asien, Afrika und Lateinamerika durch einen Dialog auf politischer und zivilgesellschaftlicher Ebene. Dort sollten Fragen erörtert werden wie: Was sind eure Interessen? Was erwarten wir von euch? Welche Lösungen werden beiden Seiten gerecht? Wenn das gelingen würde, wäre das ein vermutlich wesentlich effektiverer und nachhaltigerer Weg zu mehr Sicherheit.

Dr. Werner Lick, Kinderarzt, Rottendorf

Lied „Sicher nicht – oder?“

4. Lass uns aufrecht steh´n, Heil und Hoffnung seh´n.
So woll´n wir nach Frieden suchen,
glauben, hoffen statt verfluchen.
Alles Dunkel bricht in der Liebe Licht.

5. Jesu, geh voran, ich folg, wie ich kann.
Du zeigst uns den Weg des Lebens,
keine Gnade ist vergebens.
Sind auch Stimmen viel: Frieden bleibt das Ziel.

Melodie: Jesu, geh voran.
Text: Tobias Petzoldt nach EG 391 und 1.Thess.5, tvd-Verlag, Düsseldorf 2023 

Gebet

Eine Stimme

Unserer Fürbitte bringen wir vor Gott. Jede Bitte endet mit dem gemeinsamen Ruf: Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.

Gott, aus deinem Frieden leben wir. Ganz sicher.
Lass uns das nicht vergessen in unsicheren Zeiten.
Wir bitten für alle, denen das sichere Haus zerstört wurde, denen der Frieden geraubt ist.

Gemeinsam rufen wir:

Alle

Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.

Eine Stimme

Wir sehnen uns nach gerechtem Frieden in der Welt,
in unserer Gesellschaft,
in der Nachbarschaft,
in den Kirchen
und nach Frieden in uns selbst.
Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens,
Schritt für Schritt und immer wieder
mit Mut zum ersten Schritt.

Gemeinsam rufen wir:

Alle

Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.

Eine Stimme

In der Stille bitten wir...

Gemeinsam rufen wir:

Alle

Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.

Eine Stimme

Gemeinsam beten wir:

Alle

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Lied "Bewahre uns, Gott"

Bewahre uns, Gott,
behüte uns, Gott,
sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen.  

 Text: Bewahre uns, Gott EG 171,
Melodie: Anders Ruuth, Text: Eugen Eckert, Strube Verlag, 1985 

Segen

Eine Stimme

Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Alle

Amen.