Gedanken

Wir leben in einer lauten und schnelllebigen Welt, die um uns tost und braust. Die Medien überschlagen sich mit unheilvollen, bedrohlichen Nachrichten, die Angst machen und uns in Sorge versetzen können. Die Bibel berichtet im ersten Buch der Könige von einem Gottesmann, dem es vor mehreren tausend Jahren schon ähnlich ging. Elija kam aus dem stillen Bergdorf Tischbe im heutigen Syrien. Er liebte Gott und beobachtete mit Sorge die Regentschaft von König Ahab und seiner phönizischen Königin Isebel, die Baal anhingen. Es lohnt sich im Alten Testament Elijas Wege nachzulesen. Nach einem langen schwierigen Lebensweg ereignet sich die Begegnung des Propheten mit Gott, wie sie in unserer Lesung beschrieben ist. Gott begegnet Elija nicht in Unwettern und Feuer, sondern in einem sanften Säuseln, in einem feinen Flüstern. Da traut sich Elija, Gott zu begegnen. Erwarten wir noch eine Begegnung mit Gott? In all dem Wirrwarr unserer Zeit mit Kriegen, Klimawandel, Hungersnöten und ganz persönlichen Nöten? Ja. – Gott will uns in der Stille begegnen. Sein Sohn Jesus sonderte sich oft von seinen Jüngern ab, um ungestört im Gebet mit seinem Vater zu sprechen, um von ihm Orientierung zu bekommen und sich stärken zu lassen. Das Gebet ist ein Weg, der uns heute noch genauso offensteht wie damals Elija und Jesus und Generationen von gläubigen Menschen vor uns. Raus aus der Dauerbeschallung durch die Medien – rein in die Stille zu Gott. Seit dem ersten Pfingstfest will der Heilige Geist uns trösten, stärken, leiten. Und er tut es, wenn wir nach Gottes Willen für unser Leben fragen und uns für die Liebe Gottes öffnen, um uns immer neu beschenken zu lassen für Wege der Liebe und des Friedens mit Ihm.  

Angela Hilde Timm, Landkreis Saale

Lied „Sicher nicht – oder?“

4. Lass uns aufrecht steh´n, Heil und Hoffnung seh´n.
So woll´n wir nach Frieden suchen,
glauben, hoffen statt verfluchen.
Alles Dunkel bricht in der Liebe Licht.

5. Jesu, geh voran, ich folg, wie ich kann.
Du zeigst uns den Weg des Lebens,
keine Gnade ist vergebens.
Sind auch Stimmen viel: Frieden bleibt das Ziel.

Melodie: Jesu, geh voran.
Text: Tobias Petzoldt nach EG 391 und 1.Thess.5, tvd-Verlag, Düsseldorf 2023 

Gebet

Eine Stimme

Unserer Fürbitte bringen wir vor Gott. Jede Bitte endet mit dem gemeinsamen Ruf Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.

Gott, aus deinem Frieden leben wir. Ganz sicher.
Lass uns das nicht vergessen in unsicheren Zeiten.
Wir bitten für alle, denen das sichere Haus zerstört wurde, denen der Frieden geraubt ist.

Gemeinsam rufen wir:

Alle

Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.

Eine Stimme

Wir sehnen uns nach gerechtem Frieden in der Welt,
in unserer Gesellschaft,
in der Nachbarschaft,
in den Kirchen
und nach Frieden in uns selbst.
Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens,
Schritt für Schritt und immer wieder
mit Mut zum ersten Schritt.

Gemeinsam rufen wir:

Alle

Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.

Eine Stimme

In der Stille bitten wir...

Gemeinsam rufen wir:

Alle

Kyrie eleison/Herr, erbarme dich.

Eine Stimme

Gemeinsam beten wir.

Alle

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Lied "Bewahre uns, Gott"

Bewahre uns, Gott,
behüte uns, Gott,
sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen.  

 Text: Bewahre uns, Gott EG 171,
Melodie: Anders Ruuth, Text: Eugen Eckert, Strube Verlag, 1985 

Segen

Eine Stimme

Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Alle

Amen.