"Sag mir wann"
Sag mir wann
Die Heimat im Rücken, ein fremdes Land vor Dir,
der Krieg zieht seine Spuren hinter sich her.
Gestern wurde hier noch im Gleichschritt marschiert,
doch von Soldaten ist nichts mehr zu hör’n.
Ein kleiner Beutel, ein Name darauf,
ein Kind, das nicht weiß, wohin es jetzt geht.
Mama und Papa sagen: Kind komm schon, lauf
und fragen sich nur, wie soll’n wir das erklär’n?
Sag mir, wann kommen wir an in einer Welt, die nicht stillstehen kann?
Die entwurzelt und verweht.
Sag mir, kannst Du das versteh’n?
Wir könn’ in diesem Leben nur gemeinsam besteh’n.
Die Heimat im Herzen, ein Zuhause hier,
ein neues Leben, hart erkämpft, aufgebaut.
Doch das Gefühl wie ein blinder Passagier,
immer wieder glauben, immer wieder vertraun‘.
Neue Wurzeln schlagen, gegen den harten Wind,
bis kleine Knospen, neu beginnen zu blühen.
Bis die alte Angst in Hoffnung zerinnt,
bis aus Überleben wieder Leben beginnt.
Sag mir, wann kommen wir an in einer Welt, die nicht stillstehen kann?
Die entwurzelt und verweht.
Sag mir, kannst Du das versteh’n?
Wir könn’ in diesem Leben nur gemeinsam besteh’n.
Mögen die Wege auch andere sein,
es sind die gleichen Fragen, sind die gleichen Ängste,
sind die gleichen Gründe, heute noch.
Wann kommen wir an in einer Welt, die nicht stillstehen kann?
Die entwurzelt und verweht.
Sag mir, kannst Du das versteh’n?
Wir könn’ in diesem Leben nur gemeinsam besteh’n.
Wir könn’ in diesem Leben nur gemeinsam besteh’n.
Text und Musik: Marek Janietz
aus "Komm, wir sing’n für den Frieden, 8 Friedensorte – 8 Friedenslieder"
www.friedensorte.de