Lied "Der Friedensfunke"
Der Friedensfunke
Du, Herr der ganzen Erde, komm nimm dich unser an,
durch dich nur Friede werde, kein andrer Großes kann.
Du lenkst das Weltgeschehen, du hast doch alle Macht;
wir dich jetzt nicht verstehen, was hast du dir gedacht?
Wir falten doch die Hände und sind voll Redlichkeit,
du jeden Krieg abwende, und das zu aller Zeit.
Wir sind jetzt am Verzagen, weil andre böse sind.
Ach, Herr, nur du kannst sagen, dass Frieden nun beginnt.
Die Kirche ist uns offen, sie ist ein gutes Haus,
in ihr kann man noch hoffen, von ihr geht Liebe aus.
Man kann sich dort versenken und warten auf den Herrn,
denn er kann alles lenken, das ist der Glaubenskern.
Doch sollten wir auch handeln und mutig etwas tun,
vielleicht wird sich was wandeln, wir können nicht ausruh‘n.
Wir müssen exportieren auch Bomben bis zuletzt,
dann wird der Feind verlieren und in den Tod gehetzt.
So denkt auch die Regierung, dann scheint das gut zu sein,
sieht sich als starke Führung, setzt sich für Waffen ein.
Was will man denn erreichen, dass sich das Chaos ballt,
ja, immer mehr an Leichen, ein Strudel an Gewalt?
Ich glaub, dass in uns allen ein Friedensfunke steckt,
er muss nur stärker werden, so wird er auch entdeckt.
Dadurch wächst Klugheit, Weisheit und Kreativität,
es ist für diese Haltung auf keinen Fall zu spät.
Kommt, lasst uns Frieden schaffen, die Menschheit so gewinnt,
ja, Mütter, Väter, Alte, natürlich jedes Kind.
Es geht nur mit Verhandeln und das ist kompliziert,
doch diese große Mühe uns in das Leben führt.
Mir soll mein Friedensfunke für immer leuchtend sein,
ich werd‘ ihn stets behüten, ich lass‘ mich auf ihn ein.
Vielleicht denkst du das Gleiche, dann sind wir schon zu zweit,
so wird die Hoffnung stärker und nicht die Dunkelheit.
Text und Arrangement: Kai Schmerschneider (Nach dem Kirchenlied „Gib Frieden, Herr, gib Frieden“ 1983 und der Melodie von 1603)