Wangari Maathai – Bäume pflanzen für den Frieden

Biographie einer Friedenspionierin

1977 gründete Wangari Maathai das Green Belt Movement. Die Idee war radikal einfach: Frauen sollten Bäume pflanzen. Einheimische Arten. Dort, wo sie gebraucht wurden: um Felder, entlang von Flüssen, in erodierten Gebieten.

Was harmlos klingt, war hochpolitisch. Die Wälder Kenias verschwanden nicht zufällig. Holzkonzerne rodeten im Auftrag korrupter Politiker. Öffentliches Land wurde an Günstlinge verkauft. Die Folgen trugen die Ärmsten: Frauen, die immer weitere Wege gehen mussten für Brennholz. Bauern, deren Böden erodierten.

Wenn Frauen Bäume pflanzen, fordern sie nicht nur grüne Landschaft, sie fordern Gerechtigkeit. Jeder gepflanzte Baum war ein Akt des Widerstands gegen ein System, das die Umwelt und die Menschen ausbeutete. Die Frauen bekamen für jeden überlebenden Baum eine kleine Bezahlung. Das gab ihnen Einkommen und Selbstbewusstsein.

Was als kleines Projekt begann, wurde zu einer Bewegung. Bis zu Wangaris Tod hatte das Green Belt Movement über 51 Millionen Bäume gepflanzt. Aber wichtiger als die Bäume waren die Frauen selbst. Sie hatten gelernt: Wir sind nicht machtlos.

 

Mehr über Wangari Maathai und ihr Friedensengagement:

https://www.friedensdekade.de/wangari-maathai-baeume-frieden/

 

Gebet:

Gott der Schöpfung, danke für Menschen wie Wangari Maathai, die die Erde heilten. Lehre uns, Deine Schöpfung zu bewahren. Gib uns Mut, für die Erde einzustehen.
Amen.

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