Hiroshima und Nagasaki Gedenktag

Hiroshima und Nagasaki Gedenktag - Ein Impuls von Frauke Laser

Bibelvers

Jesaja 43,19a

"Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf. Erkennt ihr es denn nicht?"

Impuls

Seit 1985 ist die Stadt Köln Mitglied im Hiroshima-Nagasaki-Bündnis, einem Städtebündnis gegen Atomwaffen. Vor genau 20 Jahren, im Jahr 2004, hat die Erinnerung an die Atombombenabwürfe über den beiden japanischen Städten einen Ort in Köln gefunden: Den Hiroshima-Nagasaki-Park im Kölner Grüngürtel.

Weitläufige Wege und hohe Bäume machen den Park aus. Drei der Bäume stehen für die drei Städte: ein Gingko für Hiroshima, eine Japanische Kirsche für Nagasaki, eine Schwarz-Pappel für Köln. Daneben befindet sich der Gedenkstein mit der Aufschrift „Atombomben abschaffen“, gestaltet mit einem Origami-Kranich.  

Wer heute durch den Park schlendert, die vielen Menschen, das Grün und die Weite genießt, ahnt nichts von den Trümmerbergen unter den eigenen Füßen. Die Nationalsozialisten führten dort Massenaufmärsche durch. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Schutt abgeladen. Und jetzt ist es ein Park: ein Ort, an dem das Leben heute und die Vergangenheit sich begegnen.

Der Gedenkstein, drei besondere Bäume und die Geschichte des Parks machen deutlich: Aus dem, was früher Furchtbares geschehen ist, ist ein Lebensraum für heute und hoffentlich auch für die Zukunft geworden.   

Vielleicht ist Köln für Sie zu weit weg für einen Besuch. Aber vielleicht gibt es an Ihrem Ort eine Erinnerung an den Atombombenabwurf, die noch entdeckt werden möchte. Mögen Sie mal auf Entdeckungstour gehen?

Ein Impuls von:
Kirchenrätin Frauke Laaser
Evangelische Kirche im Rheinland

Zurück zur Startseite