Hiroshima
Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki
Ein Impuls von Sabine Müller-Langsdorf
Impuls zum 80sten Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki
Am 6. und 9. August 1945 wurden Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Herr Isao Kita war 33 Jahre alt als die Bombe fiel. Er arbeitete für die Bezirkswetterwarte von Hiroshima, 3.7 km vom Hypozentrum entfernt. Er sagte im Rückblick:
„Die Atombombe diskriminiert nicht…Aber die Atombombe tötet jeden, vom kleinen Baby bis zu den alten Leuten. Und es ist kein leichter Tod. Es ist ein sehr grausamer und sehr schmerzhafter Weg zu sterben. Ich denke, das kann nie wieder zugelassen werden, egal wo in der Welt. Ich sage das nicht nur weil ich ein japanischer Überlebender der Atombombe bin. Ich glaube, dass das Leute auf der ganzen Welt aussprechen müssen.“
Die japanischen Überlebenden des Atombombenabwurfs nennt man „Hibakusha“. Sie haben sich zusammengetan. Sie machten durch ihr persönliche Zeugnis die schrecklichen Folgen von Atomwaffen bekannt. Für ihr Engagement zur Abschaffung von Atomwaffen bekam die Gruppe der „Hibakusha“ im Jahr 2024 den Friedensnobelpreis.
Der Ökumenische Rat der Kirchen benannte auf seiner ersten Weltkirchenversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1948 einen möglichen Krieg mit Atomwaffen „Sünde gegen Gott und eine Entwürdigung der Menschen“. Seitdem gab und gibt es viele zivilgesellschaftliche internationale Stellungnahmen und Initiativen, die Atombomben als Mittel der Kriegsführung ächten und ablehnen.
Das Friedensgutachten 2025 stellt zur aktuellen Weltlage ernüchtert fest: „Die Welt steht vor einem strategischen Rüstungswettlauf“. Umso wichtiger, das Gespräch um die Folgen atomarer Waffen gesellschaftlich zu führen. Sich einzumischen, wenn es um immer mehr Waffen geht. An das Schicksal der Menschen in Hiroshima und Nagasaki zu erinnern. Und Nein zu sagen zu Waffen, die Gottes ganze Schöpfung nachhaltig zerstören können.
Ein Impuls von:
Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf
Referentin für Friedensarbeit im Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau und von Kurhessen-Waldeck, Frankfurt am Main